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AIBA (fr. Association Internationale de Boxe Amateure)
Adresse:
AIBA - International Boxing Association
Altersklassen
Arzt am Ring Wettkämpfe ohne Arzt am Ring sind nicht zulässig.
Vor dem Kampf kontrolliert der Ringarzt den Gesundheitszustand und die Eignung jedes Boxers; während des Kampfes sichert er die ärztliche Betreuung zum Schutz der Kämpfer.
Ausweichbewegungen Ausweichbewegungen ist eine Verteidigungsaktion, um den gegnerischen Angriffsaktionen auszuweichen.
Der Boxer verändert durch Beinbewegungen (Schritte oder Sprünge) seinen Standort.
Typische Ausweichbewegungen sind der Rückschritt, der Rücksprung, der Seitsprung und der Seitschritt (auch Sitestep genannt).
Bandagen Unter den Boxhandschuhen trägt man Bandagen.
Sie dienen zum Schutz der Handgelenke und Knöchelpartien; außerdem sind sie schweißaufsaugend, so dass sie der Hygiene der Hände und der Werterhaltung der Kampfhandschuhe dienen.
In den Wettkampfbestimmungen des DBV heißt es im § 29 Abs. 9:
"Die Kämpfer haben weiche, saubere Bandagen (Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell) zu tragen, die höchstens je 2,50 m lang und 5 cm breit sein dürfen. Sie dürfen nicht über die Handschuhe hinaus reichen. Die Benutzung anderer Bandagen (Gummiband, Hartbandagen, Isolierband, Leukoplast oder Pflaster) ist verboten. Ein einzelner Heftpflasterstreifen von 7,5 cm Länge und 2,5 cm Breite darf jedoch zum Festhalten der Bandagen auf dem Handrücken verwendet werden."
Boxring Der Boxring ist die Austragungsfläche eines Boxkampfes.
Der Boxring ist immer quadratisch. Die Mindestmaße betragen von Ecke zu Ecke mindestens 4,90 Meter bis maximal 6,10 Meter.
Der Boxring wird durch drei oder vier elastischen Seilen begrenzt.
Boxsack ist ein Übungsgerät beim Boxen, bestehend aus Leder, Kunstleder oder auch festen Stoffen.
Variante: Schrägboxsack mit Abwinkelung am unteren Ende (speziell zum Üben von Aufwärtshaken)
Am Boxsack können alle Schläge geübt werden. Zur Steigerung der Schlagkraft bevorzugt ein Boxer i.d.R. einen schweren Boxsack. Zur Schulung der Beweglichkeit, der Genauigkeit und der Schlaggeschwindigkeit sind leichtere Varianten des Übungsgeräteszu verwenden.
Das Üben am Boxsack sollte beim Boxtraining nicht fehlen. Generell nachteilig ist jedoch die feste Aufhängung des Boxsackes, weil der Boxer dazu neigt, seine Bewegungen dem unbeweglichen Ziel anzupassen. Deshalb sollte das Schattenboxen dem Üben am Boxsack gleichgestellt werden.
Boxstellung Als Boxstellung bezeichnet man die typische Kampfposition des Boxers, die er während des Kampfes einnimmt. Sie ist zugleich die Ausgangs- und Endposition aller Angriffs- und Verteidigungshandlungen.
Man unterscheidet zwischen Linksausleger und Rechtsausleger. Beim Linksausleger ist die Führungshand die Linke und die Schlaghand die Rechte. Das linke Bein steht vorn und das rechte hinten.
Beim Rechtsausleger ist dies genau seitenverkehrt; hier ist die Rechte die Führungshand und die Linke die Schlaghand. Das rechte Bein steht vorn und das linke hinten.
Deckung Die Deckung ist das Verteidigungselement des Boxers.
Hier werden die gegnerischen Schläge mit der Faust, mit der geöffneten Hand, mit der Schulter, dem Unterarm oder dem Ellbogen als aktive Verteidigungselemente abgewehrt.
Die Doppeldeckung hingegen ist ein starres Verteidigungselement, bei dem der Boxer seine Arme und Fäuste ganz dicht an den Körper presst, um die Trefferflächen (Gesicht und Vorderseite des Oberkörpers bis zur Gürtellinie) bestmöglich abzuschirmen.
Deutscher Boxsport-Verband Der DBV ist Deutschlands sportlicher Dachverband im Amateur-Boxen. Dem Dachverband gehören zur Zeit 20 Landesverbände an.
Adresse:
DEUTSCHER BOXSPORT-VERBAND e.V.
Distanz Die Distanz beschreibt die Reichweite eines Boxers.
Entscheidungen Entscheidungen = auch Ergebnisse oder Resultate genannt
Die Entscheidungen können auf neun Arten herbeigeführt werden:
Grundschläge Beim Boxen werden sechs Grundschläge unterschieden:
Alle Grundschläge können zum Kopf und zum Körper des Gegners geführt werden.
Kampfbekleidung Zur Kampfbekleidung des Boxers gehören nach den DBV-Wettkampfbestimmungen § 12:
Kampfgericht Das Kampfgericht (KG) besteht aus dem Ringrichter, den/dem Punktrichter(n), dem Zeitnehmer, den Mitgliedern des Schiedsgerichts (Delegierter).
Bei größeren Wettbewerben fungieren die Mitglieder des Kampfgerichts im Wechsel. Die amtierenden Kampfrichter und das Schiedsgericht (Delegierter) müssen im Besitz einer DBV-Kampfrichterlizenz sein. Sie sollen möglichst nicht den Vereinen der Kämpfer angehören.
Die Ring- und Punktrichter sind mindestens im Vierjahresturnus zu überprüfen.
Knockout "Wenn ein Boxer durch einen Schlag zu Boden geht, zählt der Ringrichter im Sekunden-Rhythmus bis "Zehn". Erhebt sich der Boxer nicht oder zeigt nicht an, dass er zum Weiterkämpfen bereit ist, ist der Kampf zu Ende.
Sehr empfindliche Körperpunkte, die häufig zum K.o. führen sind: Aorta, Halsschlagader, Herzspitze, Kehlkopf, Kinn, Leber, Magen, Milz, Schläfe und Solarplexus.
Ein K.o. ist medizinisch nicht unbedenklich. In der Regel wird hierbei das Bewusstsein des Niedergeschlagenen mehr oder weniger massiv ausgeschaltet. Oft ist er bereits im Hinfallen ohne Bewusstsein, er kann den Aufprall des Schädels auf den Ringboden und den Schock auf die Halswirbelsäule nicht mehr abschwächen. Nach einem K.o. wird ein Boxer für eine gewisse Zeit gesperrt." Quelle: http://www.arthur-abraham.de/homepage_de.html (Boxsport / ABC des Boxens)
Ergänzung:
Im Amateurboxen ist der prozentuelle Anteil eines K.o. sehr klein. Zum Einen beträgt die Kampfzeit nur 3 Runden (Zeiten entsprechend der jeweiligen Altersklassen) im Gegensatz zum Profiboxen (Hier beträgt die Kampfzeit i.d.R. 6 bis 10 Runden á 3 Minuten) und zum Anderen sind die Kampfrichter beim Amateurboxen dazu verpflichtet, stets die Gesundheit des Kämpfers in den Vordergrund zu stellen.
Auf Grund der geringen K.o.-Quote beim Amateurboxen können wir Ihnen keine Bildinformationen aus diesem Bereich zur Verfügung stellen. Damit Boxunkundige trotzdem eine Vorstellung von einem Knockout erhalten, hier ersatzweise ein Video aus dem Profiboxen.
Kommandos des Ringrichters Der Ringrichter/in hat sich folgender Kommandoworte zu bedienen:
Meidbewegungen Meidbewegungen sind alle Verteidigungshandlungen, bei denen der Boxer durch Bewegung des Oberkörpers den Schlägen des Gegners ausweicht.
Zu den Meidbewegungen zählt man:
Pratzen / Tatzen Im westdeutschen Gebiet ist eher der Begriff "Pratzen" verbreitet.
Pratzen sind Hilfsmittel eines Trainers zum Schutz (durch Schlag-/ Schockabsorbtion) seiner eigenen Hände.
Die Pratzenarbeit gehört zum Individualtraining.
Bei der Pratzenarbeit werden Schlagserien und Schlagkombinationen im Stand oder in der Bewegung trainiert.
Der Trainer hält dabei die Pratzen in verschiedenen Positionen. Der Boxer hat nun die Aufgabe, die Pratzen möglichst präzise (punktgenau) zu treffen.
Punch ist die Bezeichnung für einen harten Schlag.
Davon abgeleitet ist der Bergriff "Lucky Punch".
Schlagen Der Boxer schlägt mit seinen Fäusten. Deshalb wird er zurecht auch als Faustkämpfer bezeichnet.
Zu den Grundschlägen eines Boxers gehören die Gerade und die Haken (Winkelschläge). Man unterscheidet zwischen:
Sekundant Beim Boxkampf hat jeder Kämpfer Anspruch auf einen Sekundanten und einen Helfer. Der Sekundant betreut und versorgt den Boxer in den Pausen des Boxkampfes. Während des Kampfes ist es dem Sekundanten untersagt, seinen Boxer (z.B. durch Zwischenrufe) zu coachen.
Der Sekundant muss mindestens im Besitz einer vom zuständigen Landesverband erteilten gültigen Übungsleiterlizenz sein. Der Sekundant hat am Boxring in einem sportlichen Outfit (Trainingsanzug) zu erscheinen.
Sportverletzungen Gehirnerschütterungen, Nasenbeinbruch, Jochbeinbruch, Rippenbrüche, Verletzungen an der Hand - das sind wohl die am häufigsten genannten Sportverletzungen im Boxsport. Auch wenn sich dies hart anhört, statistisch gesehen ist Boxen weniger gefährlich als Fußball, Handball und sogar Laufen.
Hinweis:
Bei Sportverletzungen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Der Heilungsprozess kann dadurch in vielen Fällen erheblich verkürzt werden
Taktische Haupthandlungen Zu den taktischen Haupthandlungen im Boxen gehören:
Angriffs- und Verteidigungshandlungen können dabei unterschiedlich ausgeführt werden.
Das nachfolgende Dokument gibt einen gesamten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten.
Schema: Taktische Haupthandlungen im Boxen
Kurz erklärt:
Die Angriffshandlung ist ein Begriff aus der Boxtaktik.
Es ist das aktive Einwirken auf den Gegner mit Schlägen in der Vorwärtsbewegung. Im Wesentlichen gibt es zwei Formen der Angriffshandlung:
Parade: Die Parade ist das Wegschlagen oder Wegdrücken der geraden Fauststöße des Gegners mit der geöffneten Hand oder dem Unterarm.
Zu Boden Wortlaut aus den DBV-Wettkampfbestimmungen § 38
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Boxbegriffe von A-Z - Leicht verständlich erklärt
